4 Watt NAS mit OpenMediaVault und Raspberry Pi 2

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Motivation

Bei mir haben sich im Laufe der Zeit zwei NAS Systeme entwickelt, die als VMs laufen und auch zu wenig Speicherplatz hatten. Diese wollte ich ersetzen. Folglich habe ich mir den Raspberry Pi 2 und OpenMediaVault (OMV) näher angeschaut. Da in meinen Hardware Bestand eine Samsung S1 Mini mit 120 GB vorhanden ist und mir dieser Speicherplatz ausreichend erschien, habe ich mich beschlossen, diesen als NAS aufzubauen. Ich war sehr überrascht, wie wenig Strom dieser benötigt. Die Installationsanleitung habe ich hier zur Verfügung gestellt.

Installation

Zuerst wird die neueste Image Version von der folgenden Webseite herunterladen:

http://sourceforge.net/projects/openmediavault/files/Raspberry%20Pi%20images/

Nach den erfolgreichen Download ist ein Entpacken mit 7Zip erforderlich. Es wird ein Verzeichnis angelegt und darin ist eine *.img Datei enthalten. Diese muss auf die microSD Karte für das Raspberry PI 2 kopiert werden.

Das Kopieren erfolgt mit den Win32 Disk Imager (Download: http://sourceforge.net/projects/win32diskimager/)

Hier wird die Image Datei aus den Verzeichnis und unter Device wird das Laufwerk mit der microSD Karte gewählt. Bitte beachten Sie, dass ein falsches “Device” das Ziellaufwerk löscht. Eine Warnung wird ausgegeben.

win32-disk-imager

Mit “write” wird der Kopierprozess durchgeführt.

Am Ende wird die microSD Karte in das Raspberry Pi 2 eingesteckt.

Erster Systemstart

Nachdem der Raspberry PI mit der Karte hochgefahren ist, kann die Konfigurationen beginnen. Die IP Adresse wird per DHCP gesetzt. Sie müssen ggf. ihren Router/DHCP Server aufsuchen und nach das Gerät raspberrypi suchen.

Die Netzwerkkonfiguration erfolgt mit der Webseite. Hier melden Sie sich mit “admin” an und ändern die Netzwerkkonfiguration. Diese erfolgt unter Netzwerk auf der linken Seite.

Hinweis: Die Zugänge sind per default wie folgt gesetzt und sollten aus Sicherheitsgründen geändert werden.

web interface:

– username = admin

– password = openmediavault  (kann über die Webseite geändert werden)

console/ssh:

– username = root

– password = openmediavault (Kann mit Putty und den passwd Befehl geändert werden)

 

Auf die umfangreichen Konfigurationsmöglichkeiten von OMV verweise ich auf die Seiten von openmediavault.org oder Suchmaschinen-Recherchen.

Externe HDD als Speichermedium einbinden

Für den NAS ist ein weiterer Speichermedium erforderlich. Wie gesagt, hatte ich noch eine Samsung S1 Mini mit 120 GB rumliegen und diese konnte ich im laufenden Betrieb via USB einbinden. Die Festplatte hatte ich mit EXT4 formatiert. Auch hier verweise ich auf die Suchmaschinen-Recherche.

In den nächsten Schritten werden die Verzeichnisse, Freigaben, Benutzer etc. eingerichtet. Am Ende konnte ich mit meinen Rechner auf die Windows Freigabe vom NAS System zugreifen.

Stromverbrauch

Den Testaufbau habe ich direkt mit einen Strommessgerät verbunden und somit konnte ich jederzeit den Verbrauch einsehen.

Beim Kopieren von großen Dateien über das Netzwerk wurde ca. 3,2 Watt angezeigt. Maximal hatte ich kurzzeitig 4 Watt gehabt. Im Leerlauf hatte ich ca. 2,3 Watt. Den Stromverbrauch kann dieser Webseite berechnet werden. Bei der folgenden Abbildung habe ich einmal 24h Leerlauf und 24h Kopieren berechnen lassen. Insgesamt finde ich das sehr gut.

stromverbrauch_raspberry

 

Den Stromverbrauch könnte mit einer Zeitschaltuhr weiter reduziert werden. So bietet OMV die Möglichkeit zu einer bestimmten Zeit herunterzufahren und mit der Zeitschaltuhr kann das NAS System ausgeschaltet und zu einen bestimmten Zeitpunkt wieder angeschaltet werden.

Geschwindigkeiten

Beim Kopieren über das Netzwerk (schreibend auf NAS): ca. 10 MB/s (bei kleineren Datei ca. 1 MB/s). Maximal hatte ich ca. 11 MB/s gehabt. Lesend sah es sehr ähnlich aus. Hier wurde die 100MBit Netzwerkschnittstelle optimal ausgenutzt.

Testaufbau

Am Ende zeige ich den Aufbau der Anlage.

raspberry_mit_ext_hdd

Mittlerweile habe ich mir ein Gehäuse bei Amazon.de besorgt. Der Einbau in dieses Gehäuse ging sehr einfach und alle vorgefertigte Anschlüsse waren an der korrekten Stelle. Die Festplatte habe ich oben darauf mit einen Tesa-Film fixiert. Somit habe ich ein kleines NAS.

Erfahrungen

Ich hatte den NAS in der obigen Abbildung eine Woche getestet und mir ist kein Ausfall bekannt. Es läuft sehr stabil.